Die letzten Jahre waren zumeist keine guten Wahljahre für die deutsche Sozialdemokratie - als unrühmlicher Tiefpunkt bleibt die verlorene NRW-Landtagswahl 2005 in Erinnerung, die letztlich eine vorgezogene Bundestagswahl auslöste.
Doch bei der Landesvertreter(innen)versammlung der SPD Niedersachsen wird deutlich: Es gibt Gegenbeispiele.
Die Stadt Celle, nördlich der Region Hannover gelegen, ist nicht nur Ausrichtungsort der heutigen Veranstaltung, sie hat auch seit dem letzten Jahr zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen SPD-Oberbürgermeister: Dirk-Ulrich Mende, der sich gleich als Gastgeber vorstellt.
Dirk-Ulrich Mende - yes, we can?
Der SPD-Landesvorsitzende, Garrelt Duin, bemüht sich, die Stimmung einzuheizen: was im traditionell christdemokratischen Celle möglich ist, muss auch in Deutschland machbar sein. “Frank-Walter Steinmeier soll im Herbst Bundeskanzler werden, das ist unser Ziel, liebe Genossinnen und Genossen”, donnert Duin durch die Celler Congress Union unter dem tosenden Beifall der Delegierten.
Anschließend rechnet Duin mit der Bildungspolitik der Landesregierung ab - Lehrermangel, zu hohe Hürden für neue Gesamtschulen, Studiengebühren, all dies seien Beispiele, wie die CDU/FDP-Landesregierung Bildungschancen zerstöre. “Ich bin sehr dafür, dass Herr Wulff Frau Heister-Neumann von ihrer Last erlöst und sie von ihrem Amt entbindet”, meint Duin. Es lohne sich, gemeinsam anzupacken, denn die Mehrheit im Land stehe als Unterstützer hinter den bildungspolitischen Konzepten der SPD.
Ob sich diese Stimmungen auch in Stimmen umsetzen lassen, bleibt abzuwarten. Die SPD möchte dafür heute den Grundstein legen, mit einem starken, geschlossenen Bild nach außen. Ob da wohl alle mitspielen….? Bleibt auf dem Laufenden!










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